Trauma und Traumafolgestörung

Leider sind Schicksalsschläge wie Unfälle, Krieg, der Tod von wichtigen Menschen, Gewalt, Missbrauch und andere Dinge ein Bestandteil des Lebens. Wenn etwas sehr Schlimmes passiert, hinterlässt das eine seelische Wunde, die man Trauma nennt. Nicht jede Wunde benötigt eine Ärzt*in und nicht jedes Trauma benötigt eine Psychotherapeut*in. Oft verheilen die Wunden mit der Zeit durch deine Selbstheilungskräfte, aber tun vereinzelt noch weh. Wenn ein Trauma nicht ausreichend verheilen durfte, spricht man von einer Traumafolgestörung. Dies ist eine natürliche Reaktion und kann geschehen, wenn du in einer schlimmen Situation nichts machen konntest und schutzlos ausgeliefert warst. Je öfter dies der Fall war, desto größer kann die seelische Wunde sein. Es gibt ganz viele unterschiedliche Anzeichen, wie du das merken kannst. Einige davon findest du im B2 Lexikon. Wenn du selber merkst, dass das zutreffen könnte oder du nicht genau weißt, was du jetzt machen sollst, kannst du uns gerne eine Mail schreiben. Wir beraten dich und können dir Tipps bei der Therapeut*innensuche geben. Ob du unter dieser Störung leidest, kannst du erst dort sicher erfahren, davor kann man diese Aussage nicht für sich treffen. Auch wenn du unsicher bist, ob du eine Therapie machen sollst, können wir gerne in Ruhe und ohne Stress darüber mailen oder chatten.
B2-Lexikon

Trauma bedeutet Wunde auf Griechisch und bedeutet im Allgemeinen eine seelische Verletzung. Traumata entstehen durch einmalige oder mehrmalige Ereignisse, wodurch die psychische Schutzfunktion stark überfordert wird, wie bspw. durch einen Unfall, Missbrauch, Gewalt, massive Vernachlässigung oder andere einschneidende Erlebnisse. Manche Traumata können nicht alleine verarbeitet werden, was sich durch eine Traumafolgestörung zeigt. Dies ist eine ganz menschliche und verständliche Verarbeitung, die jedoch professionelle Hilfe benötigt. Oft werden Traumfolgestörungen erst als andere Störungen interpretiert und nicht direkt erkannt.­­ Hier eine Auswahl möglicher Anzeichen:

  • Das Wiedererleben durch bewusst oder unbewusst wahrgenommene Erinnerung „Trigger“, welche dann zu überflutendem Erleben führen.
  • Das Vermeiden sowie Verdrängen des Erlebten und allem, was daran erinnern könnte.
  • Die Überwachsamkeit, welche sich u.A. durch eine erhöhte Wachsamkeit, Schlafstörungen, Nervosität, Gereiztheit und Konzentrationsstörungen zeigt.
  • Selbstverletzung und/oder Fremdverletzung
  • Suizidalität
  • Schwierigkeiten, mit eigenen Gefühlen umzugehen
  • Das Gefühl, von niemanden verstanden zu werden
  • Sich getrennt von anderen Menschen fühlen
  • Sich unwirklich oder wie neben sich stehend fühlen
  • Drogenmissbrauch
  • v.m.

Ein Traumafolgestörung benötigt eine Psychotherapie durch eine*n Traumapsychotherapeut*in. Gerne helfen wir dir bei der Suche.

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