Sexualisierte Gewalt

Jeder Mensch hat das Recht, selbst über seinen eigenen Körper und seine Sexualität zu bestimmen. Sexualität basiert ausschließlich auf Freiwilligkeit. Du bist niemals selbst schuld, wenn du Opfer sexualisierter Gewalt wirst, sondern immer der oder die Täter*in. Gibt es jemanden, der oder die diese Grenze überschreitet? Vertrauenspersonen, Familienmitglieder, Gleichaltrige oder Vorgesetzte? Sexuelle Belästigung wie anzügliche Sprüche gehören genauso zu sexualisierter Gewalt wie Vergewaltigung. Wenn du von sexualisierter Gewalt betroffen bist, kannst du dich bei einer anonymen Onlineberatung wie B2 melden und deine Situation anonym besprechen und dich in Ruhe sortieren. Keiner erwartet von dir, dass du bestimmte Schritte unternimmst oder über den Vorfall sprichst, wir sind einfach für dich und deine Anliegen da. Wenn du möchtest, können wir dir auch zu speziellen Beratungsstellen oder Selbsthilfegruppen Kontakt verschaffen. Du kannst dich auch melden, wenn du dir unsicher bist, ob du von sexualisierter Gewalt betroffen bist.

B2-Lexikon

Eine besondere Form der Gewalt stellt die sexualisierte Gewalt dar. Auch hier existieren verschiedene Definitionen. Eine mögliche Definition ist: „Handlungen mit sexuellem Bezug ohne Einwilligung beziehungsweise Einwilligungsfähigkeit des Betroffenen.“ Man spricht deshalb von Gewalt, weil dadurch deutlich wird, dass es nicht um Sexualität, sondern um Gewalt geht. Typische Formen sind: Ungewolltes Berühren, Küssen oder Auf-den-Schoß-Nehmen, Sexuelles Belästigen und Bedrängen, Drängen oder Erzwingen von Geschlechtsverkehr oder sexuellen Handlungen, Drängen oder Zwingen zum Anschauen von oder Mitwirken in pornografischen Handlungen in Fotografie, Film oder Internetchat. Drohungen für den Fall, dass sich das Opfer nicht auf sexuelle Handlungen einließe. Verheiratung minderjähriger Frauen. Prostitution.

Jede dritte Frau in Deutschland ist von körperlicher oder psychischer Gewalt betroffen. Jede vierte Frau erlebt diese Gewaltformen in der Partnerschaft. Zwei von Drei Frauen erleben sexuelle Belästigung. 42% aller Frauen erleben Formen psychischer Gewalt. Auch Männer sind von sexualisierter Gewalt betroffen, jedoch wird dort über das tatsächliche Ausmaß mehr spekuliert, da vieles im Dunkelfeld (nicht erkannt und registriert) bleibt. Betroffene Kinder und Jugendliche sind ebenfalls meistens weiblich, aber nicht immer. Oft werden Machtpositionen ausgenutzt, in denen Kinder und Jugendliche aus vielfältigen Gründen abhängig von den Täter*innen sind.

 

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